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Trotz anhaltender Beschwerden der europäischen Shopping-Rivalen von Google gab die Leiterin der Europäischen Kommission an, dass die von Google vorgenommenen Änderungen scheinbar wirken. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager wird von Reuters zitiert und erklärt, dass Konkurrenten nun eine größere Sichtbarkeit in den Suchergebnissen haben und mehr Klicks zu ihren Websites geleitet werden.

Während Vestager darauf hinwies, dass “”es noch zu früh ist, Schlussfolgerungen zu ziehen””, bemerkte sie:

“Aus unserem Monitoring geht hervor, dass die Zahlen in den letzten Monaten stetig gestiegen sind. Die neuesten Ergebinisse zeigen, dass mindestens ein Konkurrent in etwa einem Drittel der neuen Shopping-Felder auftaucht, verglichen mit 15 Prozent der Shopping-Felder im März … Auch der Anteil der Klicks von Produkten der Mitbewerber in Google-Shopping-Feldern stieg von 2,5 Prozent im Februar auf derzeit 6,1 Prozent.”

Die Änderungen beim Google Shopping erfolgten nach einer Rekordstrafe von 2,4 Mrd. € (2,8 Mrd. $) für Google. Google hat in der Vergangenheit auch behauptet, dass der Misserfolg seiner Konkurrenten bei der Shopping-Suche zum Teil ein Ergebnis schlechter User Experience auf einigen dieser Websites sei.

Die Aussagen von Kommissarin Vestager vor dem Europäischen Parlament stellten eine seltene Unterstützungsbekundung für die Suchmaschine dar. Sie hat sich seit Amtsantritt hartnäckig kritisch zu Google und seiner Marktposition gezeigt. Aufgrund der dänischen Innenpolitik könntes es jedoch sein, dass sie jedoch nicht für eine zweite Amtszeit im Jahr 2019 ernannt wird. Ein neuer Wettbewerbskommissar könnte die Dynamik der Kartellrechtsdurchsetzung in Europa verändern.

Google-Muttergesellschaft Alphabet sieht sich zwei weiteren möglichen Kartellstrafen gegenüber, die Android und AdWords-Vereinbarungen betreffen. Darüber hinaus hat Yelp eine neue formelle Mitteilung der Beschwerdepunkte (Kartellverfahren) gegen das Unternehmen in der lokalen Suche beantragt. Diese Beschwerde folgt der Logik der früheren Beschwerde zur Shoppingsuche, die zu der Strafe und den Abhilfemaßnahmen führte.

Ungeachtet der berechtigten Unterstützung von Vestager besagt ein Bericht in der Finanical Times (Paywall) vom 6. Juni, dass die Europäische Kommission sich auf eine zweite große Kartellstrafe vorbereitet bezüglich Android und der Frage der OEM-Anforderungen, dass Google Apps für Nutzer des Google Play Store vorinstalliert werden.

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung von Search Engine Land wiedergegeben.